Bericht 4.5 h Classic Team Endurance 15.-16. Juli




Wobker/Fohne gewinnen gegen starke Konkurrenz

In Spa hatten sie kein Glück, doch beim 270 Minuten-Classic Endurance in Oschersleben setzten Ralf Wobker/Bernd Fohne sich mit ihrer ACR-Kawasaki Z 1000 in souveräner Manier durch und holten den Gesamtsieg in einer ereignisreichen Hitzeschlacht. Die direkten Widersacher, Christian Ganter und Manfred Kaiser auf ihrer Nico Bakker-Honda, loosten hingegen mit Technik-Trouble auf der ganzen Linie, konnten Wobker/Fohne

nie wirklich fordern und mussten die schmucke Bakker-Honda bereits nach 47 Runden abstellen. Doch Schongang war nicht drin für die späteren Sieger, denn von hinten hetzten die schnellsten Wenigzylinderteams. Am besten unter ihnen: Das Team Classic Laverda mit Uwe Ehninger und Frank Heyne, die erst im Ziel eine Runde Rückstand hatten, direkt gefolgt von den stark auftrumpfenden Capelli  Belli mit Manfred Sieg (BMW) und Eckhard Struck (Guzzi), die auf den dritten Gesamtrang fuhren und sich bis eine halbe Stunde vor Schluss mit dem sauschnellen österreichischen Guzzi (one bike)-Team mit Klaus Umlauf und und Manfred Schopper auseinanderzusetzen hatten, bis ein zerbröselter Endantrieb die Guzzi kurz vor Schluss zur Reparatur an die Box zwang, der jede Menge Plätze kostete und das auf zwei Boxern ausgerückte Kraus



Racing Team mit Gregor Kraus und Daniel Branchardell auf den vierte Gesamtrang vor dem schnellsten Königswellen-Team mit Andreas Insam und Thorsten Schulze vorrrücken ließ.

Thrillercharakter hatten aber auch die Fights in den einzelnen Klassen: So führten bei den ClassiX Strohmayer/Pfautsch mit ihren Moto Guzzi fast über die gesamte Distanz, doch kurz vor Schluss warf Manfred Strohmayer die V7 und damit den Klassensieg weg, Co Sascha Pfautsch konnte jedoch mit seiner V50 weiterfahren und Platz 2 bei den ClassiX hinter dem routinierten Pantah-Team mit Erik Madsen  und Jens-Uwe Fink sichern. Klassen-Dritte wurden Karsten Steinke/Klaus-Michael Link auf ihren V50 vor Frank

Weibgen/Reinhard Wascheck auf Norton. Die ClassiX Open ging hingegen sicher an das IMT Racing-Team mit Holger Fliessbach (Moto Guzzi 750 S3) und Martin Heiß (BMW R 75/6) vor dem niederländischen Paulus Motortoer-Team mit Ted und Ynke Hanappel auf Moto Guzzi.

Bei den Big ClassiX hatten Klaus Müller mit seiner Trident, zusammengespannt mit Michael Zettl auf seiner Egli-Kawa, den schlechtesten Start von allen. Die Trident starb noch in der Startaufstellung ab und war erst zum Leben zu erwecken, als das Feld bereits zwei Runden zurückgelegt hatte. Doch Müller/Zettl knabberten sich tapfer Platz für Platz nach vorn und lagen bereits wieder in den Top Ten, als die Tri final schlappmachte.





Als one bike-Team retteten die beiden auf der Egli immerhin noch Klassenrang 4 hinter dem Classic Laverda Team, Kraus Racing und Motowippe Racing, die somit die Top 3 der Big ClassiX belegten. Auch Korfmacher/Dreisörner, mussten sich zwischenzeitlich zum one bike-Team umformieren, nachdem die Korfmacher-Guzzi mechanischen Defekt erlitten hatte. Immerhin retteten sie noch Platz 5 vor der just4fun-Paarung Christian Flechntner (BMW) und Andreas Heller (Kawa Z1). Schabel Motorsport mit Mike Schabel und Tochter Katharina retten mit ihren Bol d´Or die Vierzylinderehre in dieser Klasse mit einem siebten Rang.

Waren die Vierzylinder bei den Big ClassiX somit nicht besonders gut dabei, so hielten sie sich immerhin schadlos in der Big ClassiX Open. So richtig störte da nur das BMW/Guzzi-Team von Sieg/Struck, die hinter den Gesamt- und Klassensiegern Wobker/Fohne auf ihrer Rau-Kawa den zweiten Open-Rang belegten und dem Team Dreibein mit Horst Scherer/Fredi Stein satte sechs Runden abknöpften. Die Old School-Superbiker Frankie Niedermayer und Matthias Reimers auf ihren Bimota blieben als Vierte in derselben Runde, drückten jedoch den Fünften, Andreas Meyer und Thomas Tippelt auf der TT-Katana, sechs Runden auf. Niels Paulsen und Gattin Susanne waren mit ihrer Z1000 eingangs stark dabei, doch nachdem Niels mit sturzlädierter Kawa an die Box zurückrollte und erst einmal schrauben musste, war den Speed dahin und es blieb ihnen nur Platz 6 vor Peter Sonnenburg/Jörg Stehle auf Honda Bol d´Or.